Di

29

Jan

2019

Der Plan...

...in etwas mehr als 6 Monaten, vom  Kap der guten Hoffnung zum südlichsten Punkt Afrikas zu fahren. Allerdings nicht über die kürzeste Anreise. Das Kap der Guten Hoffnung ist der südlichste Zipfel Afrikas? Weit daneben – das Ende des Kontinents liegt etwa 250km entfernt in einem verschlafenen Fischernest namens Agulhas. In diesem Erdteil soll der Wind sein Lied singen und am Ende der Straße liegt Alguhas. Südlicher geht es in Afrika wohl nicht. So der Plan!

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Di

29

Okt

2013

Heim kommen….

Heim kommen….

 

Die Welt sehen! Was erleben! Abenteuer! Action! Adrenalin! Ausbrechen! Was immer uns antreibt, was immer wir suchen, wirft die Frage auf: Haben wir es gefunden?

Ja, haben wir und zwar zum ersten Mal schon in Regensburg, wo wir im Traditionsgasthaus „Kneittinger“ nach einer Schweinshax`n und etlichen Weißbieren mit unseren Freunden Lisa und Manni bei der Schank auf einen stattlichen Mann trafen, der sich als Gatte einer Riegersburgerin (unserem Heimatort) vorstellte… Kann denn das Real sein? Wir besuchen Leute, die wir in Ecuador und Kolumbien getroffen haben, in Regensburg und durch Zufall treffen wir jemanden mit direkter Verbindung zu Riegersburg?

Das Gefühl über die Donau in Österreich einzureisen, war einmalig, grandios und unvorstellbar. Die Tränen kullerten noch nicht bei uns, dafür aber bei Liehrlys Cousine, als wir um die Ecke bogen und zwar in einem Ausmaß eines kleinen Gebirgsbaches. Unsere erste Reaktion darauf war einfach die Frage: „Was ist denn passiert?“  Ihre Antwort: „ Nix, ich freu` mi halt so, dass ihr wieder da seid´s!“ Ach so und wir dachten an einen Todesfall, schlimme Krankheit…

 

Und dann, ja dann kommt das, wonach wir fahrtechnisch gesucht haben: Ennstal, Hieflau, Eisenerz… Blauer Himmel, bunte Wälder und sommerliche Temperaturen  begleiteten uns und trugen uns förmlich immer weiter in den Süden – ein absolute Traumfahrt… was will man(n)/frau denn mehr?

Und dann, ja dann kommt das, wonach wir essenstechnisch oft verzweifelt gesucht haben: Kernöl! Richtig leckeres Kernöl kam nach so langer Zeit wieder an unsere Gaumen und unsere Augen rollen und schließen sich ohne, dass wir sie kontrollieren können… purer Genuss!

 

Und dann, ja dann kommt das, was wir uns vorgestellt haben: die letzten Kilometer bewältigten wir mit Tränen in den Augen und gleiteten vorbei an vertraute Häuser, vertraute Ausblicke und vertraute Gestalten, die sich sonnten oder im Garten arbeiteten… manche erkannten uns und andere nicht -  doch wenn dann ein Schrei verstärkt mit heftigem Schwenken der Handgelenke in unsere Richtung hörbar und erkennbar war, dann weißt du: „yes – that`s right!“

 

Und dann, ja dann kommt das, wovon wir geträumt haben: mit Tränen in den Augen (aber sie kullerten noch immer nicht) stiegen wir von unseren Motorrad und wurden von unserer Familie umarmt und willkommen geheißen. Bei Kaffee und selbstgemachten Mutti-Strudl wurde gelacht, umarmt und einfach das Beisammensein genossen.

 

Und dann, ja dann kommt das, was wir nicht erwarteten: Willkommensplakate an unserer Hauseinfahrt, Willkommensgesteck an unserer Türe, Willkommensesspakete auf unseren Esstisch, im Kühlschrank, im Gefrierschrank und der Speis. Das Haus, die Garage, die Holzwerkstatt sowie Chrissis Radl sind fein säuberlich geputzt. Der Rasen ist kurz gemäht, Reparaturen in und um das Haus gerade in Arbeit oder schon erledigt…. Da fragten wir uns, ob wir da nicht öfter wegfahren sollten, wenn wir mit so einem Ergebnis bei unserer Rückkehr rechnen könnten…  Der Spruch „Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde!“ liegt bei uns wohl völlig falsch. Bei uns heißt es: „Bei diesen Freunden kann man jeden Feind leicht ertragen!“

 

Und dann, ja dann kommt das, wovon wir nicht geträumt haben: Es wurde schon dunkel. Es war Zeit um endlich „was Trinken zu gehen“. Gemeinsam mit 2 Freunden schwangen wir uns auf die Radl´n und fuhren zum Burgcafe. Am Ortsanfang waren Fotos von uns und am Marktplatz Fahnen mit Willkommensgrüßen aufgestellt. Freunde, Bekannt und Verwandte erwarteten uns und ein freudiges, „busserlreiches“ und „umarmiges“ Wiedersehen erfolgte- großartig so empfangen zu werden!

Und dann kommt das, was wir echt erhofft haben: wir gingen „was Trinken“ ins Burgcafe. Zusätzlich spielte eine Live Band. Wir tranken und ab einen gewissen Zeitpunkt wurde getanzt, gesungen und geschunkelt… Die Stimmung war ausgelassen, die gemeinsame Freude (alles überstanden zu haben: 63150km oder Schneeschaufeln und Rasenmähen) überwiegte und dann?

 

Und dann, ja dann kommt das, was wir eigentlich doch schon immer gewusst haben, uns aber im Alltag oft nicht mehr bewusst war: Familie, Freunde und Heimat sind der größte Schatz (neben unserem Bett natürlich)!

P.S.: … und wenn wir im Glauben sind ihn  wieder verloren zu haben… wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, als uns wieder auf eine längere Suche zu begeben….

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Fr

18

Okt

2013

349 Tage „Americas“

349 Tage „Americas“      Montreal, 19.10.2013

Vor 349 Tog`n hot oll`s ang`faungan. Jo, duart – in Chile – hob` I ah nix verstaund`n. Domols Spanisch und heit Französisch… es is jo net so, dass I goa nix  verstand`n hob` - owa am Anfong  woars  schua schwa mit der Sproch. Hob´ ka anzigs Wort sog`n kinnan und jetzt in Montreal,  wo`s Französisch raid`n, raid i Spanisch zruck, wia a Reflex: i versteh` nix, desholb kauns net Deutsch und net Englisch sein… logisch also: Spanisch! No entiendo! Maunches Mol is da Reflex echt a Hund… Jetzt sitz i do in Montreal. Wulken  san vor da Sun, die Moperln san am Airport und auf amol bin ich miad. I bin miad vom Herumfohr´n und vermiss` meine Leit von dahoam, mei Bett, ova ka Angst… i bin net depressiv, owa i merk` anfoch, dass des letzte Johr echt ah anstrengendes Johr wor und wenn i so weida überleg`… des letzte Johr wor echt a verdaumpt geiles Johr! Wenn i so denk`, wo i überall wor, wos i alles g´seh`n hob`, wie i mi g`fühlt hob`, was i olls g`mocht hob` - jo do muass i zuageb`m, dass ma grod die Ganserlhaut am Ruck`n owi laft! Na, wenn i des so genauer anschau`: ka Wunda, dass i miad bin. 5 Potschen, wo i den Schlauch g`wechselt hob und zum Schluss sogar 2 neije Raifen  sölba aufzogen- solo ollas „selfmade“ so zu sog`n. 5 Mol Ölwechsel bei jedem Moperl – olso eigentli dann 10 mol Öl ausi los`n und dann wieder frisches Öl einischitt`n. Die Bremsbelege wor´n dann a imma wiada zum Wechs`ln, wobei i jetzt a zugaib`m muass: in letzter Zait wor i, wos die Bremsbelege betrifft, schua länger miad… also i glaub`, die san dann echt a fällig und ols Zuagob, leg`i ah nou die Bremsscheib`m ols fertiga drauf… Tjo und nochdem ma die Kaitt´n bei 32000km domols in San Diego g`wechselt hom, wird dai a fällig sein, wenn ma dahoam san… Najo, i hob` jo nie g´sogt, dass i mit am neijen Moperl hoam foahr`n wia`… immerhin hom ma 61650km seit Chile zruck glaigt – wos wüll ma sie do nou erwort`n? Warum i die Batterie in Kolumbien g`wechselt hob`, frog i mi heit nou… die Chrissi hätt` jo eh weida anschierm kännan, do hätt` ma uns was daspor`n kännan.  Owa uans muaß i a sog`n, des Lenkkopfloga und der Benzinkoacha hob`m mi g´fuchst bis zum Schluß! Beim Koacha hob` i dann afoch aufgeb`m bzw. hob` die Sponbanateln  afoch akzeptiert und hob´ ma afoch a Elektroplotten in Sturgis kaft. Danoch wor nur noch wichtig a Steckdosen zum Koach`n zu find`n.

Ma, wenn i nur an die gaonz`n „UNESCO-Weltkulturerbe-Dingsbums“ daink… oft echt nur Ruinen, wo ma mehr Fantasie als Realitätssinn – des is a mol a schaines Deitsches Wort – braucht, um wos zu dakennen. Owa einige hob`m mi a echt umkaut: Macchu Picchu oder Tikal… jo dai Platzln hobm wos. Woars a nit wos, ober sann schua beeindruckant. Genauso wie i fasziniert von den Gaigand´n auf unsera Wolt wor und eigentlich ah noch bin! Ob die Gaiganden bei den Anden (net die Gänse hi, hi,) auf üba 4500m Häch`n mit dem echt geilem Farbenspül vom Wossa der Lagunen - der Erd´n – dem Gros und Himml oder die ganz´n Nationalparks in Nordamerika , die vüln Vicha , die liabn Leit, jo die Wölt is echt supa!

Na, jetzt faungt´s a wieda zum Raignen aon… obwohl i mi eh net beschwer`n därf… wenn i olles so grob überdenk`, dann worn in den laitzten 11 a holb Monat ungefähr 8 Woch`n Raig`n dabei -  2 Woachen in Bolivien, 2 in Ecaudor, 1e in Alaska und den Rest summiern ma mit a poar uanzli Tog… jo 8 Woch`n und dann tua man no 6 Woch`n Hochwolken dazua… dann san ma auf 14 Wochen net so nettes Waida… also guate 3 Monate und die raistlich`n 8 a holb Monat` worn echt mit blau`m Himm`l und Sonnenschein, wenn i do denk` , dass a poar Bekaonnte von mir an echt laongan Winter, danoch vüll Raig`n und dann a Hitzewöll`n im letzten Johr kobt hom – echt , i hob´s zwor ah nur kährt, aber des stimmt echt – kannst mas glaub`m – i liag di net aon! Na und jetzt hoaff` i doch, dass des Waidaglick bleibt und die letzten Tog – a wenn i do schua in Europa unterwegs sei werd`- der Reise ah noch schei sei wird! Hoaff`, du trogst dazu bei: tuast olles schei brav aufaiss´n, brav und fleißig orwat`n und lost die Bit füa a guats Waida in da nexten Woach`n in dei Obendgebet miteinfließ´n! Jo, dann kann jo eh nix mehr schief geh´n und wir seh`n uns im Burgcafe… und so wia`s ausschaut, wird daot eh nix Spanisch oder Französisch graid sondern entli wieder amol: Deitsch!

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Mi

09

Okt

2013

Da rollen die Köpfe – die Kürbisköpfe!

Da rollen die Köpfe – die Kürbisköpfe!

 

Am Straßenrand sitzt die Familie Simpson… an der Kreuzung finden wir die Darsteller von „Alice im Wunderland“… 45 km weiter kommen wir an einem „Meat Market“ (Fleischmarkt) – Stand vorbei… dazwischen tauchen immer wieder Skelette, Hexen, Geister und Spinnen links und rechts von unserem Weg  auf… Spinnweben legen sich über Sträucher, Balkone oder Bäumen und wenn ich mir vorstelle, hier um Mitternacht bei Vollmond Händchen haltent entlang zu spazieren, könnte auch gerade die Neuaufnahme des Videos „Thriller“ von statten gehen…

Es ist Anfang Oktober und die amerikanischen Gärten hier im Nordosten der USA sind überaus hübsch und einladend zur Erntezeit geschmückt. Es zeugt von erlesenem Geschmack diese exquisiten Raritäten geschmackvoll zu arrangieren, so dass andere Gäste wirklich vom netten Gemüt und der Freundlichkeit der Familie regelrecht überschwemmt werden.

 

Was in unserem Breiten- und Längengrad sich in der Weihnachtszeit rund um die unterschiedlichen Beleuchtungsmöglichkeiten der diversen Behausungen abspielt, beginnt hier in den USA Staaten schon Ende September mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten den Vorplatz seiner Behausung so grusselig und unfreundlich wie möglich zu gestalten. Beliebteste Dekorationstücke sind wohl oder übel Skelette, Totenköpfe, Spinnweben, abgeschlagene Füße oder Hände, Hexen und allen voran: der Kürbis!

 

 An manchen Ecken wird er zum Verkauf angeboten – von kleinem Zierkürbis über einen 60cm Durchmesser Kürbis – bevorzugte Farbe: orange! Diese Kürbisse dienen um diverse Köpfe zu  ähneln – wobei ich auch ehrlich zugeben muss: im wahrem Leben ist mir auch schon so ein oder anderer „Kürbis“ auf 2 Beinen untergekommen (wem wohl nicht!), aber dies ist eine andere Geschichte…   Nun aber weiter mit den echten orangen Kürbissen, die also bei einigen Dekorationsmotiven als Köpfe herhalten müssen und auch dem entsprechend bemalt oder geschnitzt sind – bevor sie dann rollen….

 

Diese Zeit dieser Gestaltung erlebt ihren Höhepunkt am 31.Oktober jeden Jahres -  die Nacht des Grauens, die Nacht in der es „Süßes oder Saures“ gibt – Halloween.

 

Halloween – wörtlich aus den englischen Wörtern „hallow“ (altengl. „heilig“) und „eve“ (engl. „der Vorabend“), beschreibt den Abend vor „Allerheiligen“  und wird daher am 31. Oktober gefeiert. Die Kelten teilten  Seinerzeit das Jahr in 2 Hälften, wobei in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1.November der Sommer (Sinnbild für das Leben) endete und der Winter (Sinnbild für den Tot) begann. Sie glaubten auch, dass in dieser Nacht das Tor zwischen Leben und Tod nicht wirklich verschlossen war und so die „Geister der Verstorbenen“ wiederkommen könnten… Irische Auswanderer brachten „Halloween“ mit in die USA, wobei in vielen amerikanischen Bundesstaaten Halloween im 19. Jahrhundert schon zu einem großen Volksfest ausartete. Besonders beliebt bei den Kindern war und ist das sogenannte „trick or treat“ (Süßes oder Saures). Hierbei gehen Kinder, in möglichst schaurige Kostüme als Hexen, Vampire, Teufel oder  Knochenmaxi verkleidet und maskiert, von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten, ansonsten drohen sie mit Streichen („trick“). In den Vorgärten der Häuser, an Haustüren, Fenstern und auf Balkonen sieht man am Abend vor Halloween einen ausgehöhlten Kürbis mit einem eingeschnittenen Gesicht, der von innen her durch eine brennende Kerze erleuchtet wird. Der erleuchtete Kürbis soll die bösen Geister abschrecken…  nun uns können sie ja nicht meinen, die Amerikaner, denn wir sind am 31. Oktober ja nicht mehr da….

 

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