Ecuador

 

Ecuador, da sind wir….             Baños, 20.02.2013 

 

Ecuador, das zweitkleinste Land Südamerikas, leitet seinen Namen von seiner Lage am Äquator ab. Obwohl es so klein ist ( nicht so klein wie Österreich ), bietet Ecuador trotzdem größtmögliche geografische Vielfalt. Es gliedert sich in drei Landschaftsräume: die Küstenebene im Westen, die Andenregion »Sierra« und das östliche Tiefland im Amazonasbecken namens „El Oriente«. Innerhalb von 200km kann man von Meeresspiegelhöhe auf schneebedeckte Gipfel (6000m) und anschließend wieder runter in den Regenwald fahren (von Westen nach Osten).

So, dieses Land erwartete uns also und die Einreise im Grenzort Macara war unkompliziert aber dennoch langwierig. Zum einem ist es das erste Land in dem wir keine Versicherung für die Motorräder besorgen müssen, zum anderem kostet die Gallone Super (3,8Liter) nur 2USD. Die Währung ist der US Dollar.

Landschaftlich kamen wir von der Wüste Perus und Ecuadors Straße führte uns durch herrliche Hügeln in tiefgrünen, satten Farben hinauf aufs „párama“ (Grasland in Höhenlage 2500 – 3000m). Es wirkte auf uns wie ein großer Garten oder eine Oase in der Wüste. Von Macara fuhren wir weiter auf der PANAM Richtung Loja (Nordwesten), auf Grund der längeren Einreiseformalitäten schafften wir es nicht bis Loja, sondern stoppten in Catamaya – einer netten Kleinstadt und zum Eingewöhnen – Leben mit dem Dollarschein- blieben wir noch einen Tag. Am Faschingsdienstag einzureisen, hieß so viel wie: „Wasserbomben`` waren vorprogrammiert. Die Einheimischen feierten ihren „Karneval“ ziemlich ausgelassen.

Danach ging es ins 250km entfernte UNESCO-Kulturerbe-Städtchen Cuenca – die drittgrößte Stadt Ecuadors und mit einer beeindruckenden Altstadt – mit kopfsteingepflasterten Straßen und weiß gestrichenen Häusern. Gemütliche, überschaubare, Kaffee-trinkende und lesende Tage verbrachten wir dort. Jeden Tag gab es Sonnenbäder aber auch Regenschauer – das Wetter und die Temperaturen wechselten stündlich. Ein Ausflug zu den Sonntagsmärkten von und nach Gualaceo, Chordeleg und Sigsig führte uns dann raus aus der Stadt.

Da, wie schon beschrieben, Ecuador auch eine Tiefebene mit Regenwald besitzt, entschlossen wir uns einen Abstecher in „El Oriente“ zu unternehmen. Vom Hochland ging es anfangs auf einer ziemlich üblen Piste runter bis nach Limon und weiter nach Macas – Ausgangspunkt für Dschungeltouren bis in das Amazonasgebiet. Diese Piste verlangte viel von den Fahrern, aber auch von den Motorrädern ab, so dass Liehrly verdächtige Geräusche vom Antriebsritzel hörte, deren Grund jedoch nicht wirklich feststellbar bei der darauffolgenden „Operation“ war. Für Motorräder ist in Macas Richtung Osten Endstation – danach kommt nur noch Urwald…

Eine kurvige, asphaltierte Straße weiter nach Norden brachte uns nach Puyo und anschließend zum Thermalbadeort Baños. Leider war dieser Ausflug in den „El Oriente“ begleitet vom ständigem Regen (auch hier herrscht Regenzeit), aber trotzdem waren wir beeindruckt von der Botanik und den Häusern (statt den gemauerten Häusern, die wir bis jetzt in Ecuador sahen, erblickten wir Holzhäuser auf Stelzen gebaut) des Regenwaldes… es war echt gewaltig und natürlich UNGLAUBLICH!

Leider musste Chrissi auch einmal – nach dem Anziehen der Regenbekleidung – die schwarze Transalp anschieben… es ist also doch eine „Never-Ending Story- dafür war das Geräusch vom Vortag weg….

Baños liegt hier umringt von Bergen in einer traumhaften Lage (1800m) und ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte und Thermenorte Ecuadors.

 

 

Ein Thermenbesuch – ein Kraterseebesuch – ein Marktbesuch – ein Arztbesuch – ein Laborbesuch und ein Friedhofsbesuch                          Pasto (Kol),28.02. 2013

 

In Baños besuchten wir abends auch die hiesige Therme. Badehauben waren Pflicht – natürlich nur für Frauen, und so sah Chrissi natürlich wunderschön aus… Nach dieser Wärme in den Regentagen folgte eine Fahrt über Ambato nach Latacunga und weiter hoch hinauf in die höheren Bereiche des „páramo“ zur Lagune Quilotoa – einem atemberaubenden Vulkankratersee, wo wir am Rande auf ca. 3700m eine Unterkunft ohne heißes bzw. auch nicht annähernd warmes Wasser fanden. Im Zimmer stand ein Holzofen, und so kam Liehrly auch in den Genuss wieder einmal einheizen zu dürfen… Wir befanden uns auf den sogenannten „Quilotoa-Loop“ eine abenteuerliche Sand- und Schotterstraße – bei Regen mit Sicherheit nicht befahrbar – entlang traditioneller Hochlanddörfer, tiefen Schluchten und wunderbaren Bergkulissen. Für diese 100km einspurige Sand- und Schotterpiste benötigten wir 2,5 Stunden, wobei Chrissi auch in einer Kehre zu Sturz kam.

Zurück an der PANAM –Nähe Saquisili - ging es weiter im Regen Richtung Norden. Quito- die Hauptstadt - umfuhren wir über Sangolqui und auf Grund starken Transitverkehres in Verbindung mit den ecuadorianischem Fahrstils, was für uns hieß: höchste Konzentration, fuhren wir über den Äquator ohne zu stoppen. Am späten Nachmittag erreichten wir nach Otavalo. Liehrly, der von der hübschen Rezeptionistin in ihrer Tracht – vergleichbar mit unseren Dirndlkleidern- total bezaubert war, checkte gleich mal ein, obwohl das Zimmer über unserem Zimmerbudget lag. Wir besuchten noch den ausklingenden Samstagsmarkt sowie am Abend einen traditionellen Hahnenkampf. Am nächsten Tag bekam Liehrly dann wieder mal Fieber im Ausmaß von 39,8°C - nun schon zum 3 Mal innerhalb von 4 Wochen- so dass wir am folgenden Tag einen Arzt aufsuchten, wobei das anschließende Labor aller Ausscheidungsprodukte sowie Blut von Liehrly ergab, dass er im Besitz von Salmonellen war. Antibiotika, fiebersenkendes Mittel und nur Wasser trinken wurde vorerst verschrieben. Somit verblieben wir länger in Otavalo als geplant. Den Besuch am Äquator holten wir an einem fieberfreien Tag nach… Liehrly auf Südseite und Chrissi auf Nordseite der Erde – Liehrly im Sommer und Chrissi im Winter... noch dazu bei sehr schönem Wetter…

Nachdem Liehrlys Gesundheitszustand wieder das längere Motorradfahren erlaubte, ging es für uns mit einem Besuch der Laguna Cuicocha am Vulkan Cotacachi weiter nach Tulcán - Grenzstadt nach Kolumbien – wo wir den Ziergarten am Friedhof besuchten, der sehr beeindruckende Figuren und Gesichter zum Vorschein brachte – eine schöne Umrahmung für einen Friedhof.

Wir sagen „Adios“ zu Ecuador, einem kleinem Land (die PANAM hat eine Länge von ca. 1100km in der gesamten Nord-Süddurchquerung), in dem wir uns gerne lange aufhielten. Nicht nur die Freude über den billigen Benzin war der Grund, nein, die Leute waren unglaublich nett und hilfsbereit. Begrüßten uns freundlich und blieben sofort stehen, wenn sie glaubten, wir bräuchten Hilfe. Die Landschaft war hügelig und gut besiedelt – überall waren Dörfer oder Häuser zu sehen. Ackerbau, der sich auf unseren Fahrten visuell auswirkte, als wäre die Erde ein „Fleckerlteppich“, machten die Aussichten abwechslungsreich, grün, saftig und einmalig. Der einzige Wehmutstropfen war das Wetter. Es regnete oder nieselte jeden Tag mindestens ein Mal. Unsere geplanten Aussichten entlang von Berghängen und unzähligen Vulkanen (u.a. Vulkan Sangay; Vulkan Tungurahua – einer der aktivsten, V. Yanaurcu, V. Illiniza, V. Cotopaxi, V.Ruminahui, V Atacazo, V. Fuya Fuya, V. Imbabura, V. Cotacachi) waren nach obenhin beeinträchtigt, d.h. alle Gipfeln (von Bergen oder Vulkanen) waren von den Wolken eingefangen. Auf der gesamten Fahrt von Süden nach Norden hatten wir daher KEINEN einzigen klaren Blick auf Schneevulkane oder rauchende Vulkane… ein kleiner Wermutstropfen in einem „Vulkanland“ wie Ecuador. Wir sagen „Adios“ und es hat uns sehr, sehr gut gefallen…

 

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