Pläne sind zum ändern da.....

Pläne sind zum ändern da.....

 

Unsere zu Hause vorbereitete Reise wird von uns immer wieder geändert. Schon in Argentinien fuhren wir eine andere Route als in Österreich geplant. Wie wir vor Ort unsere Entscheidungen treffen, erzählen wir nun anhand einer Geschichte namens:

 

"Dann soll's halt nicht sein!"

 

In Coroico (in den Yungas – subtopische Wälder- liegend) angekommen, ein tolles Quartier bezogen und in den nächsten 3 Tagen sollte mit Sicherheit einmal „die gefährlichste Straße der Welt gefahren“ oder auch „Straße des Todes“ (spanisch el camino de la muerte) genannt, gefahren werden. Es ist eine Yungasstraße zwischen Coroico und La Paz. Schon viele Dokus darüber gesehen, schon viel darüber gelesen und als Fixpunkt in Österreich geplant. Mittlerweile hat diese Strecke eine gut ausgebaute „Umfahrungsstraße“ nach Coroico und die ursprüngliche Straße ist von 80km auf 30km verkürzt und als Touristenattraktion von Radfahrern übersät. Wir wollen diesen Weg, auf dem auch Linksverkehr herrscht, von unten nach oben und ohne Gepäck fahren... aber was wir wirklich am nächstem morgen wollen ist das Klo! Wir haben Durchfall! Gesessen wird jetzt nur abwechselnd am Klo und nicht gemeinsam am Motorrad. Jedenfalls vergehen die 3 Tage ohne Motorradfahren, denn: wir hatten anderes zu tun! Am Abreisetag regnete es bis zu Mittag, so dass die Fahrt auf der Piste von unserer Unterkunft zum Dorf eine einzige Rutschpartie, auf der auch die Chrissi in Seitenlage die Welt betrachtete, war. Aufgewühlt und unsicher auf den weiteren rutschigen Kilometern war für Chrissi klar: heute konnte sie die Todesstraße nicht fahren. Es wird vereinbart von La Paz noch einen Versuch zu starten, diese berüchtigte Straße von unten nach oben zu fahren. Ein paar Tage später ist es dann so weit. Um 8 Uhr durch die Stadt, wo wir erst bei der 4. Tankstelle Benzin bekommen... (Ausländer mit einem ausländischem Taferl zahlen 3x mehr für den Benzin als Einheimische, dies muss gesondert abgerechnet werden, somit Mehrarbeit für den Tankwart, was wiederum keiner gerne tut). Also nach der 4. Tankstelle können wir weiter! Nach 5 km ein Stopp zum Anziehens der Regenbekleidung, es regnet wieder mal. Am La Cumbre Pass angekommen, wechselt das Wetter: es kommen dicke, fette Flocken vom Himmel... einige Kilometer weiter kämpfen Nebel und Regentropfen um die Vorherrschaft. Weiterhin sind wir auf der neuen Umfahrung der Todesstraße, aber schon hier kämpfen sich Hunderte von Radfahrern bis zur Abzweigung von der Umfahrung auf den Camino de la muerte durch die Wetterverhältnisse, neben Autos, LKWs und uns. Schlecht ausgerüstet und schlecht sichtbar eine absolute Gefahr! Diese Straße ist eben ein totaler Touripunkt für Mountenbiking der Tourist. Nach 60 km Fahrt und mit keiner Aussicht auf Besserung des Wetters folgt eine weitere Entscheidung: Abbruch und Umkehr. Schweren Herzens drehen wir um... Das Risiko bei diesen Verhältnissen ist uns zu groß, wir fahren keine Straße nur um sagen zu können: wir haben es gemacht ohne Ausblicke in die Bergwelt oder in Schluchten… der Nebel ist zu stark… was bringt die „gefährlichste Straße der Welt“, wenn du nicht siehst, wie gefährlich sie wirklich ist. Somit hatten wir 3 Versuche für die " gefährlichste Straße der Welt" aber für uns: "soll`s halt nicht sein".

 

Reiseberichte Bolivien…

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Kommentare: 1
  • #1

    Hannes (Dienstag, 22 Januar 2013 07:00)

    Das kommt mir alles bekannt vor. ;-)
    Bei uns hat die Yungasroad auch erst beim 3. Versuch geklappt.
    Bezüglich der Tankstellen muss ich die Tankwärter aber in schutz nehmen. Sie dürfen nur dann Benzin an Ausländer verkaufen, wenn es sich um eine verstaatlichte Tankstelle mit eigener Lizenzierung handelt. Außerdem war es bei uns noch so, dass immer ein Polizist oder jemand vom Militär anwesend sein musste, der die Zusatzbesteuerung kontrollierte.
    LG aus der Heimat

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