Alle Wege führen zum Kratersee...

Norden – Osten –Süden – Westen                             

 

Er ist gut gelaunt und zieht daher auch keine Regenbekleidung, obwohl es seit Tagen regnet, obwohl es bis vor einer halben Stunde geregnet hat und obwohl eine dicke Wolkendecke über ihm liegt. Er schwingt sich aufs Motorrad, wobei sie schon gespannt wartet… muss sie heute wieder anschieben, oder schnurrt seine Transalp wie ein Kätzchen? Und dies tut sie… also lächelt auch sie und schwingt sich aufs Motorrad. Er führt sie raus aus der Stadt, wobei er doch einmal einen kleinen Umweg einlegt… weil`s so schön ist, diese Betonplattenstadt… jedenfalls geht es raus aus der Stadt, entlang einer Schlucht… kurvig, sanft und geschwungen führt die Straße und es macht ihm Freude, ja richtig Spaß zu cruisen… ein Auto, zweites Auto…LKWs, die die Steigung hinaufschnaufen werden schwungvoll überholt und die Wolkendecke reißt teilweise auf... Er steuert weiterhin auf die große Stadt, die vor ihm liegt, zu, obwohl sie hupt, blinkt, winkt und den Knopf fürs Aufblendlicht betätigt… er hat das Schild zur Abzweigung nicht gesehen, warum auch immer… es betrug ja nur 1,5 x 2,5m… jedenfalls bemerkt er doch noch den dezenten Hinweis von hinten und bei der letzten Möglichkeit des Fahrspurenwechsels schafft er es ohne großes Gehupe den Abzweiger zu erreichen… Gott sei Dank… ihm und ihr blieben eine Stadtdurchquerung erspart…. Sie folgt ihm weiterhin und nach weiteren 15 km kommt wieder, die gleich große Tafel mit dem gleichen Hinweiswörtern auf sie zu… komisch, verzwickt und zu genäht. Sie hupt, blinkt, winkt und betätigt den Knopf fürs Aufblendlicht… er hat das Schild zur Abzweigung wieder nicht gesehen, warum auch immer… auch hier erkennt er wieder im letzten Augenblick den richtigen Weg… auch hier schafft er wieder im letzten Augenblick den Wechsel. Was ist denn heute los? Er lächelt verschwitzt und meint, das er nur kontrolliere, ob sie eh mitdenken würde, denn nur hinten nachfahren zähle nicht… ja, ja, ja… Die nächste Stadt wird durchquert, sie voran und er mal hinten nach… und wieder raus. Wobei ihr nach 5 km auffällt, dass dies nicht stimmt, also nachgefragt, zurückgeschickt… nachgefragt und weitergeschickt. Der Weg führt ihn und sie weiter in die Berge, ja die 4000m Höhe werden in Ecuador auch angekratzt und die Landschaft beeindruckt und ihn und sie ungemein… Schafe, Ackerbau, Dörfer in absoluter Schräglage und irgendwo sein und ihr heutiges Tagesziel: Laguna Quilotoa. Bei einer Baustelle gibt es 20 Minuten Wartezeit, danach geht es weiter. 5 km weiter, bleibt sie bei einer Kreuzung stehen, da die zuvor von ihr beobachteten Touristenbusse abbogen, er kommt an, meint, hier nicht, er und sie müssen weiter und er und sie fahren weiter… weiter und runter von den 3500m durch eine Nebelschicht, die Nässe über ihn und ihr legt… sie konnte nicht mehr unterscheiden, ob es nieselt oder nicht, extrem kurvig und kehrig geht es dahin, bis er zwischen Kurven innehält und meint, die Abbiegung müsse schon sein, worauf sie schreit, er solle weiterfahren, der folgende Schwerverkehr rolle an und könne ihn und sie fast nicht erkennen… er fuhr weiter und sie hinten nach… nach 25km im Dorf, das viel zu weit weg von der Kreuzung ist, angekommen, nachgefragt, zurückgeschickt. …. 25km zurück, durch Nebel oder Nieselregen – er ist nass und sie ist nass- es ist egal, ob Nebel oder Nieselregen- es ist kalt und nass. Genau bei der Abzweigung, an denen alle Touristenbusse abbogen, biegt er nun ein und sie folgt… nach 12 km gelangen er und sie an die Laguna. Sie sucht das Hostal aus, wonach er und sie freudig, es doch geschafft zu haben, hinunter zum Kratersee steigen, um danach wieder rauf zu klettern, wobei dies ihm mehr zu schaffen machte, als ihr… er schnauft auf diesen rund 200 Höhenmeter auf 3500 Meereshöhe ganz schön, wobei zum Schluss des Tages unter großem Schnaufen er feststellt: heute lief nicht alles wie geschmiert… kein GPS-Landkarte und die Schilder waren auch nicht gut aufgestellt… aber wir sind ja eh dort, wo wir hin wollten… Sie ruf ihm von oben hinunter, dass sie wahre Glückskinder sind…

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Kommentare: 1
  • #1

    xandi (Freitag, 01 März 2013 20:51)

    Na bitte, Ende gut - alles gut! ;-)

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