Als Hostel Wunderbar für uns ganz „Furchtbar“ wurde…

Als Hostel Wunderbar für uns ganz „Furchtbar“ wurde…                                             Salento, 11.03.2013

 

Was soll man tun, um alles richtig zu machen? Was muss man schlucken, um gut anzukommen? Wann ist man ein Spießer? Wann ist man cool und lässig? Darf man auch fordern oder nur geben? Wann ist genug genug, und welche Informationen sind für einen Reisenden wichtig? Alles Fragen, die sich stellen, wenn einmal auf einer Reise nicht alles so läuft, wie gedacht… Als Beispiel möchten wir unseren Fall mit der Buchung eines Segeltörns und sogleich Überfahrt von Cartagena nach Panama mit/über Hostel Wunderbar aufzeigen. Für einige mögen wir als Spießer rüberkommen, für einige werden wir aus ihrer Seele schreiben:

Du bist unterwegs und weißt, dass es keinen Landweg von Kolumbien nach Panama gibt. Es gibt die Möglichkeit mit einem Frachter das Motorrad zu verschiffen – selber fliegst du. Dies ist sehr aufwendig und kostenintensiv für Motorradfahrer, da du einen ganzen Container nehmen musst und nicht vor Ort bei deinem Motorrad sein kannst. Eine weitere Möglichkeit ist die Überstellung mit dem Flugzeug von Bogota nach Panama, welche ca. den Preis der dritten Möglichkeit hat. Die dritte Möglichkeit wird auch am meisten von den Reisenden in Anspruch genommenen. Es ist die Übersetzung mit einem privaten Segler. Einige Segler nehmen auch Motorräder mit, wobei zu diesem Törn ein absoluten Highlight gehört: Aufenthalt um/in San Blas – eine Inselgruppe in der Karibik-, wo du ein paar Tage baden, schnorcheln, fischen oder einfach nur relaxen und entspannen kannst … ja und genau dies willst du dir gönnen, dies möchtest du sehen… natürlich ist diese Variante kostspielig (für Person und Motorrad 1000 – 1200USD - also dein 4 Wochenbudget der Reise- in unserem Fall alles mal 2 : 2000USD). Aber dies gönnst du dir. Nun gut, du willst diesen Segeltörn und gleichzeitig kannst du dein Motorrad übersetzen… was willst du mehr. Du weißt, dass der Transport für dein Motorrad nicht gesund sondern salzig ist, du weißt, dass du 5 Tage mit Leute auf einem Boot bist, die du nicht kennst und es absolut keine Privatsphäre gibt, du weißt, dass dies nicht nur lieb und nett ist sondern auch sehr anstrengend wird, nicht zuletzt auf Grund möglicher Seekrankheit… aber egal, das ist ein Abenteuer und das geht auch in Ordnung so.

Du weißt, die Segler sind oft und schnell voll, daher suchst du im Internet nach einer verlässlichen Möglichkeit gleich einen Termin zu fixieren. Du findest auch in diesem ausufernden Netz von Informationen jede Menge negativer Beurteilung – Kapitäne, die alles Mögliche versprechen und nix halten und dann findest du auch eine Adresse, die absolut positiv und vertrauensvoll wirkt: Hostel Wunderbar – eine Österreicherin und ein Deutscher machen selber und vermittelt Segeltörns. Alles läuft für dich über diese Adresse… Du nimmst Kontakt auf und erklärst, dass du eine Übersetzung von Kolumbien nach Panama benötigst und da auf ihrer Homepage einige Termine festgelegt sind, entscheidest du dich für einen Termin, der in 6 Wochen erfolgen soll. Bei der ersten Rückmeldung von Silvia (unser Ansprechpartnerin) ist die Rede von 100USD „deposit“ (Anzahlung) pro Person, einzuzahlen bei Western Union… bei der 2. Mail wird dann nachgerüstet: 100 USD pro Person und 100 USD pro Motorrad – also 200 USD einzuzahlen über Western Union – Übermittlungsgebühr trägt immer der Einzahler ( in unserem Fall 2 Personen und 2 Motorräder 400USD noch zusätzliche 25 USD ausmachte - alles lange 4 Wochen vor geplanter Abfahrt). Sie erklärt auch sehr deutlich und klar, dass, wenn du diesen Termin nicht schaffst, dein Geld weg ist (in unserem Fall 400USD). Du bittest Silvia sich gleich zu melden, wenn sie das Geld erhält, du willst ja alles richtig machen. Gemeldet hat sich Silvia nach Tagen noch nicht – du schreibst ihr nochmals, danach die befreiende Antwort – sorry, sie hatte kein Internet, aber das Geld sei da. Um den Informationsfluss aufrecht zu erhalten und eventuelle Änderungen von Seiten der Organisation gleich zu erhalten, schreibst du 14 Tage später nochmals, wo du bist und dass es eventuell eng wird bis zum 18.03., aber du es sicher schaffen wirst. Silvia bietet natürlich gleich eine Umbuchung auf ein teureres Boot an, aber erwähnt keine mögliche Änderung des Seglers am 18.03 – du bist zuversichtlich alles bis zum 18.03. zu schaffen und schlägst natürlich das teurere Angebot aus – wer täte dies nicht? Buchst auch vor ab ein Hostel in Cartagena, in dem auch Motorräder Platz finden, da es sehr schwierig ist spontan eine solche Unterkunft zu finden. Du freust dich, dass alles so gut klappt, dass alles Hand in Hand läuft… und 10 Tage vor Abfahrt… du befindest dich schon auf dem Weg zum geplanten Treffpunkt, kommt eine Mail von Silvia, dass es bei dem Segeltörn vor unserem gebuchtem einen Sturm in Panama gab, das Boot einen Tag später ausläuft und weiters nun wörtlich übernommen: „das heisst also auch in cartagena - der kapitaen wuerde den abfahrtstermin gerne auf den 19. oder sogar auf den 20.3. verschieben um genuegend zeit zu haben das boot vorzubereiten und verproviantieren ohne in stress zu kommen.

meldet euch einfach ein paar tage vor abfahrt nochmal.“ ( kopierte Teil von Silvias Mail; Hostal Wunderbar).

Du bist vor dem Kopf gestoßen über diese Information, dass der Törn und unsere Abfahrt so verschoben wird, auf Grund eines Ereignisses, dass 10 Tag vor deinem geplanten Aufbruch stattfindet. Du hast vollstes Verständnis für Verschiebungen auf Grund von Wind und Wetter am aktuellen Tag - am Abfahrtstag, aber innerhalb von 10 Tagen muss doch eine Verschiebung auf Grund eines Tages aufgeholt werden, oder nicht? Verschieben sich alle Törns, sobald einer einen Tag Verspätung hat? In dir stiegt eine Ahnung auf, aber du willst dich nur auf die Erklärungen von Silvia stützen und nicht irgendwelche möglichen Hintergründe nach spinnen. Du weißt, dass das Boot zu deiner geplanten Abfahrt nicht ausgebucht ist – wird da einfach nur gewartet, bis es voll wird? Wird da einfach nur auf Kohle machen geschaut? Aber nein, du nimmst nur die Erklärung „stressfreie Proviantbesorgung“ in dir auf. Jedenfalls siehst du nicht ein, dass du die 100USD Zusatzkosten pro Tag für zwei in Cartagena einfach schlucken sollst, weil der Kapitän keinen Stress möchte. Noch dazu für wie viel Tage.. 1, 2, 3… nach wie vor gibt es keinen Termin, laut Silvia, sollen wir uns einfach ein paar Tage vor Abfahrt – welcher Abfahrt? Nun der geplanten, der verschobenen, dem 19 oder 20.03 – wann weißt du Bescheid, wann dein Segler loslegt?… nein, nicht Silvia meldet sich, sondern du sollst dich melden… es ist deine Verantwortung, es ist dein Geld, es ist deine Engagment das hier gefragt ist – von Silvia kein Sorry oder Entgegenkommen – kein „weiß nicht genau, wann es weiter geht, aber es gibt eine fixe Alternativ – etwas teurer, aber dafür fix“, oder so. .. keine Überlegung meiner Vertrauensperson… und du siehst nicht ein, dass in diesem Falle du alle Kosten tragen solltest und antwortest mit einer bestimmten und ausführlichen, langen Mail, die alle Punkte der Vereinbarung beinhaltet, die du erfühlt hast, und du nun einfach die zusätzlichen Übernachtungskosten ( 40USD pro Tag) ab 18.03. vom Endbetrag abziehst (du hoffst, dann beeile sich der Kapitän wahrscheinlich).

Das Antwortschreiben raubt dir den Atem… keine Begrüßung, nicht mal ein Hallo einfach nur:

„danke fuer euer langes email - auf grund meiner aussage muss man 2 TAGE VOR ABFAHRT in cartagena sein fuer die FORMALITAETEN - es war nie die rede von 4 tagen.

es tut mir leid  - ich muss diesen segeltirip ( welcher ganz klar aus der beschreibung als sailing trip hervorgeht !)absagen - sobald ich zu western union komme ueberweise ich euch euer deposit zurueck. auch in deutschland werden fluege abgesagt oder zuege fallen aus - also muesstet ihr das sogar als europaeer verstehen.ich sende dir anfang naechster woche die MTCN nummer.

gruesse, silvia“ (Gesamtes Antwortschreiben von Silvia)

Zurück sendest du eine Kopie von den ihr zuvor beschriebenen 4 Tagen in Cartagena (da der Termin an einem Montag war und eventuell schon am Freitag Papierformalitäten für die Ausreise stattfinden sollen) – worauf Silvia, dieses Thema fallen lässt. Nichts desto weniger wurdest du kurzer Hand abserviert, an die Wand geklatscht wie eine lästige Fliege – was sie im nächsten Mail mit „da wir ein kleines unternehmen sind kann ich mir solche gaeste nicht leisten.“ beschreibt. Du nimmst an, dass unter „solche Leute“ Silvia Menschen nennt, die Ersatz für eine Verschiebung aus dem Grunde „stressfreier Proviantversorgung des Kapitäns“   beantragen… Menschen, die Kritik üben und nicht alles einfach hinnehmen und schlucken… Nun um eines Festzuhalten: Wenn du zu spät kommst, dies 10 Tage zuvor bekannt gibst und keine Möglichkeit einer Umbuchung besteht – bzw. Silvia darauf besteht, sind deine 200USD (in unserem Fall 400 USD) weg oder glaubst du, dass Silvia dafür Verständnis hätte und das Boot auf dich wartet?

In späteren Mails versucht sie sich zu rechtfertigen (wer rechtfertigt sich, wenn er kein schlechtes Gewissen hat – NIEMAND). Unter anderem (nun nicht wörtlich) „Verschiebungen sind im Segelbereich gang und gebe… das müssen Kunden in Kauf nehmen…“ Sorry Silvia, aber kannst du dies auch „Nicht- Seglern“ zuvor bekannt geben, denn dann stellt sich jeder darauf ein und bucht nix im Voraus sondern vor Ort, denn wenn dies „gang und gebe“ ist, ist auch immer ein Schiff für den „Nicht- Seglern“ bereit, dass gerade Termine verschiebt.

Wenn du gerne still, leise und alles hinnimmst, was dir auf- und vorgetischt wird, dann gehe zu Hostel Wunderbar, aber sei dir bewusst – sie können dich jederzeit abservieren!

P.S.: Die Rücküberweisung der 400USD (in unserem Fall) erfolgte bis zu 14 Tage später noch nicht… lt. Silvia war einmal die Western Union geschlossen, bzw. schrieb sie im 2 Mail, dass 2x eine so lange Schlange vor dem WU-Schalter war und sie in Zeitnot… also beschließt du, das Geld persönlich abzuholen… Nochmals einen herzlichen Dank an das Hostal Wunderbar, das für uns furchtbar wurde…

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Kommentare: 5
  • #1

    christian (Samstag, 30 März 2013 18:01)

    TROTZDEM frohe Ostern euch beiden
    Lieber ein paar Bier und alles wunderbar

  • #2

    Liehrly (Samstag, 06 April 2013 03:36)

    Haben wir gemacht....

  • #3

    ludwig (Mittwoch, 13 November 2013 01:26)

    STAHLRATTE .....keine deposits, feste abfahrtzeiten ohne verschiebungen;)


  • #4

    Liehrly (Mittwoch, 13 November 2013 13:45)

    STAHLRATTE war auch unsere Nr.1. Im März 2013 waren keine Fahrten im Kalender. Wir sahen die Stahlratte von unserem Boot aus in San Blas.

  • #5

    Fede (Sonntag, 02 März 2014 20:23)

    Ich kann mich gut in eure Lage versetzen und habe vollstes Verständnis auch das Ihr angep. seid. Das blöde bei Booten ist das die auch absaufen können wie dieser Transport: http://www.fritz-the-cat.com/ http://latina-press.com/news/129184-kolumbien-marine-rettet-deutsche-touristen-aus-der-karibik/ Alles was mit Seetransporten egal ob Container oder Menschen zu tun hat ist immer ungewiss.
    Wenn Ihr euer Geld wieder bekommen habt ist das schon viel. Mich hat man bei Seetransporten und extra Kosten um ganz andere Summen beschissen. Da mir als Kind bei der Butterfahrt nach Helgoland schon schlecht wurde habe ich mit der Christlichen Seefahrt als mitreisender nix am Hut. Ich wünsche euch wie man in Südamerika sacht buenas Rutas für eure jetzigen und zukünftigen Reisen auf zwei Rädern. Grüße aus Asuncion

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