Eines von Hundert…

Eines von Hundert…    Am Lago Yojoa (Honduras), 18.04.2013

 

Die Suche nach einem Zimmer ist immer wieder anders… und die Qualität ebenso… Am Lago Yojoa in Honduras ist das vorgeschlagene Quartier des Reiseführers ausgebucht. Es gibt auch Stellplätze, aber die Tatsache, dass wir uns in einen Nebelwaldumgebung befinden, und der See auch nicht weit ist, sprich: dass ein relativ hohe Wahrscheinlichkeit vorliegt, dass uns die Moskitos doch etwas Belästigen würden (was sie auch schon in der Rezeption beim Nachfragen unter Beweis stellten…), und die Erzählung eines Einheimischen, dass die Bauern zur Zeit sehr viel Flächen abfackeln, damit die Schlangen getötet werden, bevor die Erntearbeiten beginnen, um bei der händischen Arbeit nicht gebissen zu werden. (Und hier handelt es nicht um „Blindschleichen“ oder Ringelnatter, die einem wie früher über die Füße glitten, wenn das Heu auf der Wiesen zum Wenden war… nein, hier geht es um Schlangen, die echt, echt giftig sind) … und da Chrissi keine Lust hatte auf weitere Erfahrungen oder Fortsetzung von „Schlangen beim Campen“ (für alle die noch nichts darüber wissen – ausführliche Informationen erhält man beim Lesen des Buches „Eine Reise im Leben“ von (und mit) Christina Rath-Liehr). Nun gut, also Campen war in diesem Fall abgehackt. Die Finca daneben war zu teuer, und der Reiseführer spuckte dann doch noch eine weitere Unterkunft, die nach 15 minütiger Fahrt auch erreicht wurde, aus. Leider nur halb verfallene Cabanas (Holzhütten) im Angebot, die wiederum Liehrly (nicht nur aus Sicht des Tischlers, der alles persönlich macht – sondern auch aus menschlicher Sicht) nicht zu Gesichte standen. Also rauf aufs Moped und los geht´s zum nächsten Hotel, dass ein riesengroßer Komplex aus riesengroßen Gebäuden umgeben von Swimmingpool und Parkanlage war… Eigentlich nicht wirklich unser Stil (nix von feinem Landhäuschen am See mit netter Wirtin, die vielleicht gerade einen Kuchen bäckt, um diesen mit einer Tasse Kaffee am späteren Nachmittag ihren Gästen auf der Seeterrasse zu servieren). Nun gut, dieser Komplex erinnerte uns an EX-Ostblockstaaten Urlaubskomblexgebäuden, die zur „Massenerholung“ aus Beton geradlinig, steif und unpersönlich aus den Erdboden gebaut wurden. Dieser Massenerholungskomplex alla Kasernenform wurde also von uns aufgesucht, und wir wurden wiedermal von einer absolut unmotivierten Rezeptionistin in Empfang genommen, die einen zu hohen Preis nannte. Auf Grund der Tatsache, dass wir aber doch schon etwas müde von der Zimmersuche waren und des inkludierten Frühstückes, sowie der Folgeerscheinung der Preissenkung, da der TV nicht funktionierte (es gab keine Verbindung zum Netz), entschlossen wir uns doch ein Zimmer von hundert anderen zu beziehen (ganz unter uns: das Zimmer war echt okay, die Betten – es standen 2 Ehebetten drinnen- waren etwas weich, aber an sonst, war es echt okay). Nun gut, vom Balkon erblickten wir eine Swimmingpool und dahinter war der Lago, wobei es so dunstig durch Rauch (vom Abfackeln der Bauern) und dem Nebel vom Nebelwald war, dass der See nur schwer zu erkennen war. Liehrly startete einen Rundgang und kam beklemmend wieder zurück (obwohl alles riesig und groß war, kam der Liehrly beklemmt zurück, obwohl er sich frei bewegen konnte, einen Pool vor sich hatte und das Leben genießen konnte, kam der Liehrly beklemmt zurück). Nun, er hatte das volle Ausmaß unseres Quartieres erkannt: der Swimmingpool sah nur von oben toll aus. Aus dem Augenwinkel eines möglichen Kopfsprunges waren deutlich Algen und mögliche Froscheierformationen zu erkennen, also Aktion „Baden im Wasser“ abgeschlossen. Genauso, wie „Sonnenbaden“, den die Kampfansage und Revierverteidigung, die gleichzeitig auch als Futterfang von den Moskitos angesehen wurde, war deutlich am Pool und an den einladenden Liegestühlen spürbar... Nun gut, was machen wir denn dann? Wir hätten können verstecken spielen und keiner hätt`s gesehen… wir waren eben auch die einzigen Gäste. Es gab noch andere menschliche Wesen (neben der unmotivierten Rezeptionistin), wie den Gärtner, der als einziger Englisch sprach, einen jungen Kellner, (der im Riesenspeisesaal uns gleich mal einen anderen Tisch zugeordnet hatte, da über dem Tisch, den wir ausgesucht hatten, ein Stück von der Decke herunterzufallen drohte. Wobei noch zu erwähnen wäre, dass alle Tische voll gedeckt waren, als wären da noch weiter 100 Gäste. Der Frühstückskellner verlangte dann auch die Quittung, da er uns nicht glaubte, dass wir mit Frühstück gezahlt haben, wobei es sicher schon bis zu ihm rumgesprochen hat, dass wir die EINZIGEN Gäste im Hotel waren). Einen Koch, der immer wieder mal verschwitzt aus der Küchentüre lugte, eine Putzfrau, die mit ihren Kübeln schnell um die Ecke bog, als sie uns sah und einen Sicherheitsmann, der gleich mal sein Arbeitsgerät - einen Revolver - vom Büro ausgehändigt bekam. So da waren wir, gemeinsam mit einigen Angestellten und 99 weiteren leeren Doppelzimmern… also wir hätten locker Verstecken spielen können, hätten locker alle 15 Minuten das Zimmer wechseln können, ohne in eines zweimal zu geraten… Jetzt hatten wir endlich mal unendlich viel Platz und trotzdem war es beklemmend (na irgendwie, sind wir doch nie zufrieden in einem Wahnsinnskomplex, der für mehr geplant war und nun zum Verfallen verurteilt ist)… beklemmend die einzigen zu sein… mit zig tausend Moskitos auf dem Balkon und einer super Klimaanlage (der technische Feind der Gelsen) im Zimmer. Aber eigentlich waren wir wiedermal Zeitzeugen, denn diese Form der Erholungsgebäude, wird wohl (hoffentlich) nie wieder gebaut und nun können wir sagen… das haben wir noch (üb)erlebt!

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