Kotans Geduld mit dem Kaffeeautomaten… oder doch Geldautomaten…

Kotans Geduld mit dem Kaffeeautomaten… oder doch Geldautomaten…

 

Die Liebe Not eines jeden Reisenden: die unterschiedlichen Varianten der Geldbeschaffung. Da gibt es die Geldwechsler auf der Straße, dessen Bekanntschaft wir an den Grenzen schon machten, oder die offiziellen Wechselstuben, die, genauso wie die Geldwechsler auf den Straßen, unglaubliche Gebühren verlangen. Veraltet und gänzlich abhandengekommen ist die Geldbeschaffung mit Reiseschecks… kein Mensch hat heute noch, dank der Erfindung der Plastikkarten, Reiseschecks mit im Brusttascherl. Plastikkarten, ob Maestro, Visa, Master Card, das sind die Freunde jedes Reisenden und damit schlägt man sich durch. Wir bevorzugen Bargeldabhebungen mit Maestro-Karte – sprich der österreichischen gängigen Bankomatkarte, was nach unserer Erfahrung doch fast überall (im Sudan ging es 2009 nicht) funktioniert. Jedoch nicht immer gleich…

Es ist Sonntag am späten Nachmittag. Nachdem wir unser letztes Bargeld für die Bezahlung des Zimmers verwendeten, sind wir auf der Suche nach einen „Cajero automatico“- einem Bankomaten, der uns einige Pesos ausspucken kann. Wir wissen, dass nicht jede mexikanische Bank unsere Maestro Karte akzeptiert, daher sind wir gleich mal froh, einen Automaten mit dem Pickerl von Maestro vorzufinden. Also dann mal los… Karte rein… Englische Sprache wählen… Pin code… weitere Forderungen bestätigen… Geldbetrag eingeben… na und dann spuckt der Automat einfach so die Karte aus und auf dem Bildschirm steht, dass die Karte nicht akzeptiert wird. Weitere Versuche an diesem Automaten oder an den 2 Nachbarkästen werden schon vor der Sprachenauswahl abgebrochen… na gut, die nächste Bank am Hauptplatz ist gleich gefunden, also nochmals los… Karte rein… Sprachenauswahl…. Pin code…. Geldbetrag…. „Espera un momento“ – „Waren Sie einen Moment“…. wir warten… wir warten… während links und rechts die Automaten wie verrückt an Einheimische Geld ausspucken, warten wir und warten, denn weiterhin leuchtet „Espera un momento“ auf. Bis es uns doch zu bunt wird und wir den Abbruchknopf drücken, aber „Espera un momento“ leuchtet nach wie vor auf… keine Veränderung ist zu sehen, trotz ständiger wiederholten Betätigung des Abbruchknopfes. Einfach nix zu machen. Chrissi erkundigt sich am Café neben an, was zu tun ist… aber keiner kann uns helfen. Ein Pärchen erbarmt sich, drückt mit uns weiterhin auf den Computer ein und auf einmal fährt der Bildschirm runter und ist schwarz… ein paar Minuten später fährt er – der Bildschirm - dann doch wieder hoch und stellt die endscheidende Frage: Wollen sie fortfahren oder abbrechen? Chrissi drückt auf Abbruch und weg ist sie… die Karte…. Der Automat hat sie geschluckt und der Bildschirm zeigt an, dass er bereit ist für den nächsten Kunden… Worauf Liehrly aber nicht bereit ist, den Weg für den nächsten Kunden frei zu geben, denn immerhin ist seine Karte da drinnen… Er ist nicht bereit, seine Karte Leb wohl zu sagen, daher ruft das nette Pärchen noch eine Nummer, die im Foyer der Bank aushängt, an, aber am Sonntag um 18Uhr hebt auch dort niemand mehr ab. Während dessen blinkt der Schlitz zur Karteneinführung freudig grün und ist bereit für neue Karten… aber, wie schon erwähnt, ist Liehrly noch nicht bereit, diesen Kasten, denn er jetzt doch etwas unfreundlich und unsanft berührt, frei zu geben… sollte jetzt jemanden zufällig der Filmausschnitt von „Kotan ermittelt“ über den Umgang mit einem Kaffeeautomaten in den Sinn kommen… die Stimmung war die gleiche, aber – auch wenn er es gerne getan hätte – zu solch gewaltigen Tritten ist Liehrly doch nicht fähig… Während Chrissi in der Tourismusinformation erfährt, dass dies nichts Neues sei, und die Karte im Automaten bleibe, sowie dass wir am Montagmorgen die Bank aufsuchen und dies dort dann klären sollen, erhält Liehrly vor Ort, so zu sagen vor seinem - seit 40 Minuten- privaten Geldautomaten, noch Unterstützung von einem Kellner aus dem Nachbar Café. Auch dieser erklärt, dass die Karte sicher im Automaten sei und nur durch einen Bankangestellten herausgenommen werden kann. Zu allem Überfluss versucht Chrissi am Nebencomputer mit ihrer Karte Geld zu beheben, und nachdem alle Eingaben erfolgten, erscheint auch bei ihr „Espera un momento“… die gleiche Sch…e wie zuvor… der gleiche schwarze Bildschirm durch das ständige Drücken des Abbruchknopfes und bei der gleichen Frage nach dem Hochfahren des Computers: Abbruch oder Fortfahren, drückt der Kellner von nebenan auf Fortfahren und die Karte wird wieder ausgespuckt… ein großer Seufzer entfährt uns. Wenigstens wird diese Dummheit nicht bestraft, obwohl verdient hätte es die Chrissi schon… Andererseits wissen wir nun, was zu drücken ist… Nachdem Liehrly dann doch mal Platz für einen anderen Kunden an „seinem Bankomaten“ macht und selber sieht, dass seine Karte nicht mehr herauskommt, macht Chrissi sich auf den Weg zu einer anderen Bank, um dort den gleichen Ablauf an einem Bankomaten, wie zuvor (bis zum Herunter- und Hochfahren des Bildschirmcomputers und anschließender Fragestellung) zu erledigen und erst bei der 4. Bank ist es dann doch möglich – begrenzt – aber doch möglich, Scheine aus dem unterstem Schlitz des Bankomaten zu ziehen, einzustecken und essen zu gehen…

Am Montagmorgen steht eine mega Schlange von Einheimischen am Bankomaten und nach Erklärung unseres Problems, werden wir auf Mittag vertröstet… wir sind nicht glücklich darüber, aber auch der Bankbeamte meint, die Karte ist sicher. Um 12 Uhr sind wir wieder bei der Bank und Liehrly erhält nach Ausweisung per Reisepass und Unterschriftenvergleich seine ganz persönliche Bankomatkarte zurück und sofort wird Geld von der 4.Bank bezogen…

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Kommentare: 2
  • #1

    Heli (Montag, 20 Mai 2013 16:17)

    mehr brauchst a net Lierhly tritt zu!

  • #2

    Xandi (Montag, 20 Mai 2013 19:20)

    na bitte, so a kacke!!!! Manchmal tut ihr mir richtig leid ;-)!! Aber Gottseidank kommen solche Situationen nicht so oft vor!
    Hab beim Lesen immer total arge Bilder von euch im Kopf! ... bei dieser auch ganz besondere Bilder :-)

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