„Alaska Highway“

„Alaska Highway“         DawsonCreek,20.08.2013


Immer wieder fahren wir auf irgendwelche Straßen mit irgendwelchen Namen in irgendwelchen Gegenden. Ob es die „Carretera Austral“ in Chile, die von Pinochet erbaut wurde oder die „Ruta 40“ in Argentinien, die von Nord nach Süd reicht und auf der Che Guevara mit einem Motorrad als Jüngling sein Land erkundete, oder die „Panamerika“ an und für sich, sowie auch die legendäre „Route 66“ in den USA ist, jede hat einen Hintergrund und eine Geschichte… als Beispiel die Geschichte des

 

„Alaska Highways"

 

Wir erreichten diesen besagten Highway zum ersten Mal, als wir in Alaska einreisten und von Tok Junction Richtung Norden die“ letzten 120Meilen (ca. 200km)“ der

insgesamten 1422Meilen (also ca. 2,290km) bis Delta Junction (dort mündet der Alaska Highway in den Richardson Highway nach Fairbanks) Anfang August fuhren. Mitte August trafen wir nun wieder auf diese Straße und dieses Mal blieben wir auf ihr bis zum Ende bzw. zum Anfang dieses Highways… dort wo alles begann: Dawson Creek!

1941 – Die Japaner bombardierten Pearl Harbor und USA sowie auch Kanada wurde bewusst, wie wenig sie ihre
Gebiete im Norden (oberhalb von Dawson Creek) und vor allem Alaska (mit allen Rohstoffen) militärisch beschützen konnten. Sie brauchten eine sichere, stabile Versorgungstraße in ihre nördlichen Landesteile, um militärische Güter schnell und flexibel transportieren zu können. Natürlich alles so schnell wie möglich:
In 8 Monaten und 12 Tagen arbeiteten an diesen 2290km mit ihren 133 Brücken 11 000 US Soldaten, und 16 000 amerikanische und kanadische Zivilisten, die folgender Maßen angeheuert wurden: „Men hired for this job will be required to work and live under the most extreme conditions imaginable. Temperatures will range from 90 degrees above zero to 70 degrees below zero. Men will have to fight swamps, rivers, ice and cold. Mosquitoes, flies and gnats will not only be annoying but will cause
bodily harm. If you are not prepared to work under these and similar conditions, do not apply. “

Recruitment poster for the Alaska Highway Construction Project (aus Dawson Creek Visitor Guide 2013)


Übersetzung (inhaltlich):
„Männer, die sich bewerben möchten, sollen sich vorstellen, dass sie unter extremsten Bedingungen arbeiten und leben. Die Temperaturen werden von 90 Grad über Null bis 70 Grad unter Null liegen. Männer müssen Sümpfe, Flüsse, Eis und Kälte bekämpfen. Mosquitos, Fliegen und Mücken werden nicht nur lästig sein, sondern körperlich schädigen. Wenn Sie nicht bereit sind, unter diesen und ähnlichen Bedingungen zu arbeiten, melden sie sich nicht.“

 

Am 20. November 1942 wurde der Alaska Highway für das Militär eröffnet – 1948 für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

 

Der „Alaska Highway“ liegt nun hinter uns. Auf Grund dieser grandiosen Leistung tausender Menschen
konnten wir 70 Jahre später gemütlich und sanft durch diese herrliche, einsame und grüne Wildnis fahren. Obwohl wir auf der „Hauptstraße“ uns bewegten, sahen wir Schwarzbären, Büffeln, Karibus, einen Wolf, einen Fuchs, sowie Steinböcke im Northern Rockies- Gebirge usw. am Straßenrand. Diese Distanz war für uns – gemütlich auf dem Motorrad – schon unendlich lang und körperlich auslaugend. Die Erreichung der Versorgungsstätten (bestehend aus 1 – 10 Häusern) war auch oft nur mit Befüllung unserer Zusatzkanister möglich. Teilweise saugten uns die Moskitos aus, so dass nur noch die Flucht in unser Zelt der einzige Ausweg war.
Da stellt sich 2290km lang nur eine Frage: Wie musste es erst 1941 beim Bau der Straße für diese Menschen gewesen sein?

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