Vorbereitungen

29. Januar 2019

 

 

DER PLAN

 

...in etwas mehr als 6 Monaten, vom Kap der guten Hoffnung zum südlichsten Punkt Afrikas zu fahren. Allerdings nicht über die kürzeste Anreise. Das Kap der Guten Hoffnung ist der südlichste Zipfel Afrikas? Weit daneben – das Ende des Kontinents liegt etwa 250km entfernt in einem verschlafenen Fischernest namens Agulhas. In diesem Erdteil soll der Wind sein Lied singen und am Ende der Straße liegt Alguhas. Südlicher geht es in Afrika wohl nicht. So der Plan!

 

 

Es geht durch Südafrika, Namibia, Botswana, Sambia, Tansania, Ruanda, Uganda, Kenia, Malawi, Mozambique und Lesotho

 

 

 

05.März 2019                         

 

Die Motorräder...

 

...haben beide einen KM Stand von je 120.000km. Mit unseren altbewährten Honda Transalps xl 700v geht es ins Abenteuer Afrika. Sämtliche Lager, Antriebsatz, Bremsscheiben und Klötze, Batterie sind neu. Mein Motorrad (Li) hat sich ein neues Fahrwerk von Wilbers verdient.  Alles Top erledigt von  Projekt 17.

 

10.April 2019

 

Zum Transport...

 

… fertig und abholbereit. Unsere Honda Transalps sind unterwegs nach Kapstadt. Hoffen wir es mal.

 

 

22.April 2019

 

Die letzten Vorbereitungen...

 

… zur Reise waren intensiv, zeitraubend und interessant. Sie forderten uns in den letzten Wochen richtig. Angefangen von den technischen Vorbereitungen, den Transport unserer Motorräder, das Organisieren der Impfungen, Versicherungen, Zolldokumenten und Reisepässen bis hin zur Routenplanung und Zusammenstellung des Foto Equipment. Also vieles wurde erledigt! Das Abenteuer Afrika kann kommen.

 

22.Mai 2019

 

Warum und wieso Afrika?

 

Immer wieder werden wir mit den Fragen: „Warum fährt ihr nach Afrika? Was wollt ihr denn dort? Ist das nicht gefährlich?" konfrontiert.

Nun, was will man in Ländern, wo eine Krankenschwester 80€ pro Monat verdient? Was will man in Ländern, wo der hygienische Standard unter jeglichem Kommentar liegt und Europäer sich durch Impfungen „überlebensfähig“ machen? Was will man in Ländern, wo Menschen flüchten, um Korruption, Gewalt und Verbrechen hinter sich zu lassen? Ja, was will man dort?

 

Berechtigte Fragen, die wiederum die Frage aufwerfen, welchen Horizont jede/r einzelne als die Grenze seiner Welt sieht.

 

Reisen und speziell unsere Reisen mit den Motorrädern beinhalten keine Speed - Race, wo wir so schnell wie möglich an einem Checkpoint sein müssen, wie es in Europa gang und gebe ist.

 

Unsere Reisen beinhalten so wenig Vergleiche wie möglich.

 

Unsere Reisen beinhalten Erlebnisse und Begegnungen, die möglich - nicht aufgedrängt oder überbezahlt - sind.

Wir nutzen Angebote, die von allen Reisenden gewählt werden, es stellt für uns aber kein Muss dar: wir müssen nicht unter allen (un-)möglichen Bedingungen die Big five sehen, eine Gorilla – Tour machen oder Naturvölker mit der Linse vor die Nase zu fahren, nur um das beste Foto zu machen.

 

Unsere Ansprüche an unsere Reisen sind höher. Höher an uns und unsere Mitmenschen in den bereisten Ländern. Unsere Ansprüche beinhalten die direkte Begegnung mit Menschen. Unsere Ansprüche beinhalten das Zurechtkommen mit den originalen Lebensbedingungen vor Ort. Unsere Ansprüche beinhalten die Erweiterungen unserer Grenzen - auch Afrika gehört zu uns - zu unserer Welt.

 

Wir legen daher Wert auf, günstiges Reisen – entsprechend dem Lande. Wir suchen die Begegnung auf Augenhöhe und hoffen, auf viele Besuche von Tischlereien (zumindest Liehrly). Respektvoller Umgang und Wertschätzung sowie Anerkennung sind Grundhaltungen, die wir auch unter schwierigsten Verhältnissen versuchen anderen entgegenzubringen.

 

Und dies nicht nur im kleinen Europa, wo Menschen eine Welt erschaffen haben, die nur möglich ist, weil der größte Teil der Welt dafür sorgt, dass es uns gut geht. Hier die Augen zu verschließen und eine Grenze oder Mauer hochzuziehen ist nicht unsere Art – denn Afrika ist ein Teil von unserem (er-)möglichen Lebens in Europa.

 

Also „Warum fahren wir nach Afrika?“ – weil es auch ein Teil unseres Lebens in Europa ist und kein Fremdkörper unserer Welt. Diesem Teil gebührt mehr Beachtung als nur eine Begegnung auf Angst und Furcht vor Menschen, die wir nicht kennen.

 

                                                                            ...Südafrika 1

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